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Erschienen im Bieler Tagblatt vom 28.11.1998

Winterferien: Vorbereitungen mit dem Internet

Die Vorfreude beginnt am Computer

Bei der Vorbereitung der Winterferien kann das Internet seine Stärken voll ausspielen. Umfangreiche Infos und Bilder sind ebenso zu finden wie direkte Kontakte in die Ferienorte, Buchung und Verkauf.

Peter Grupp

Es weihnachtet sehr. Höchste Zeit also, die Winterferien zu planen. Wer nicht bereits zum 17. Mal ins gleiche Chalet reist, ist auf Informationen über Skigebiete, Unterkunftsmöglichkeiten und Freizeitangebote angewiesen. Die Zeit drängt. Nicht alle aber schaffen es, das Büro vor Geschäftsschluss zu verlassen. Die Homepages indes können auch zu spätabendlicher Stunde noch konsultiert werden und bieten Touristen mittlerweile ein professionelles Angebot.

Die Schweiz hat aufgeholt

Noch vor zwei Jahren hat sich das Surfen vor den Ferien vielleicht gerade mal für den Sprung über den Atlantik angeboten. In der Schweiz hatten nur ein paar Tourismus-Pioniere eigene Homepages. Das hat sich gründlich geändert. Die grossen Wintersportorte sind allesamt präsent, dazu viele private Anbieter, Hotels, Bahnen, Reisebüros, Bergsteigerschulen, Pfadihütten und offizielle Tourismus-Organisationen. Mustergültig ist die Homepage von Schweiz Tourismus.

Als eigentliche Startseite für einen Erkundungsgang ins Internet bietet sich für Schweizer Ferien die Homepage des nationalen Reisebüros an. Sie ist zusammen mit vielen anderen Angeboten auf der BT-Linkseite zu finden. Schweiz Tourismus bietet Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu Hunderten von Verkehrsbüros und ihren Ferienregionen. Für Hotels, Restaurants und Dancings gibt’s eine eigene Suchmaschine. Eine empfehlenswerte Linkliste führt zu weiteren Anbietern wie etwa den SBB, aber auch zu Witzigem wie der Live-Kamer in einem Postauto, dem abspielbaren Lied aus dem solothurnischen Guldenthal oder Seiten von Schweiz-Fans.

Geradezu rührend ist der Aufwand, den der Schwede Paul Sirugo getrieben hat, um seinem Lieblings-Ferienland ein Denkmal im Internet zu setzen. Der Gymnasiallehrer aus Mölndal bei Göteborg reist seit Jahren mit seiner Kamera in die Schweiz. Über 340 Fotos hat er ins Internet gestellt und sein elektronisches Album mit Herbergs- und Campinglisten ergänzt sowie mit Karten der fotographierten Lokalitäten, einem historischen Abriss unseres Landes und einer Suchmaschine durch das umfangreiche Angebot - ein wahrer Fan.

Buchen erwünscht

Neben solchen Perlen glänzen kommerzielle Angebote eher mit einem möglichst aktuellen Angebot. Nicht zu finden bei Schweiz Tourismus (aber auf der BT-Linkliste) sind die Reisebüros. Alle bekannten Namen sind vertreten und informieren mehr oder weniger aktuell über ihr Angebot und vor allem spezielle Aktionen. Last Minute heisst das Stichwort, das nahezu überall auftaucht. Gesammelt finden Kurzentschlossene diese Angebote übrigens bei Swiss TXT, dem Ex-Teletext, der ebenfalls ins Netz gegangen ist.

Eine besondere Stellung nehmen im Tourismus-Reigen die Transportunternehmen ein. Denn: warum beim Reisebüro buchen, wenn’s auch bei der Fluggesellschaft oder der Bahn direkt geht? Einen Ticket-Service hat die Swissair aufgebaut, Online-Buchung und Aktions-Tipps inklusive. Damit ist auch bedient, wer der Kälte entfliehen will.

In die Ferne schweifen

Warum denn in der Schweiz bleiben, wenn das Ferne doch so nahe ist? Diese Mentalität findet im Internet Unterstützung - aber auch Erwiderung, zum Beispiel bei der Erklärung von Bern.
Für Auslandferien bietet sich das Internet vor allem bei Tripps nach Nordamerika, Australien, Südost-Asien und Europa an. Und gerade auf dem heimischen Kontinent steht die Schweiz in harter Konkurrenz zu den benachbarten Alpenregionen. Hier bieten die Fremdenverkehrsbüros von Frankreich und besonders Österreich mit ihren Homepages die richtigen Startseiten für eine Konsultation der Web-Angebote.